...Berliner Morgenpost vom 26.03.2003

Das sagt der Sicherheitsexperte

"Dieser Mann ist gefährlich und ein Albtraum für Berlins Diskotheken-Besitzer", sagt Michael Kuhr vom Sicherheitsdienst "Kuhr Security" und meint damit Serientäter Mahmoud R. Er habe den 20-Jährigen des öfteren vor und in den zehn Diskotheken erlebt, die von seiner Firma beschützt werden. "Er und seine Freunde bereiten uns immer wieder ärger. Sie pöbeln Frauen an, beleidigen das Personal und werden gewalttätig. Ein Bekannter des Serientäters hat kürzlich auf unsere Türsteher eingestochen und sie schwer verletzt", berichtet Kuhr. Seine Firma arbeite schon seit längerer Zeit mit dem Landeskriminalamt zusammen, um mit Männern von Schlage Mahmouds fertig zu werden. "Ich habe sogar einige meiner Mitarbeiter dazu gebracht, vor Gericht auszusagen. Doch die Justiz machte nichts. Klar, dass der Frust tief sitzt. Diese Leute sind gefährlich, das müssen auch Richter und Staatsanwälte begreifen", sagt Kuhr. Dagegen zeigt er sich mit der Arbeit der Polizei zufrieden. "Die machen Druck auf die Szene. Das merken wir natürlich sofort. Einige dieser Kriminellen, die uns immer wieder Probleme bereitet hatten, sind abgetaucht", freut sich Kuhr. Grund zum Aufatmen gebe es aber nicht. "Bei den kriminellen Ausländern spricht sich doch ganz schnell herum, wenn einer von ihnen nur milde bestraft wurde. Angst vor der deutschen Justiz haben die wenigsten. Dabei ist es nun einmal so, dass uns vor allem Nichtdeutsche Probleme bereiten. Das hat nichts mit rechtem Gedankengut zu tun, im Gegenteil. Man muss doch die Dinge beim Namen nennen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass etwas vertuscht wird", erklärt der Sicherheitsexperte. Er spricht sich zudem dafür aus, die Zusammenarbeit privater Sicherheitsdienste mit der Polizei zu verstärken. "Viele Security-Firmen wollen die Probleme allein bewöltigen. Doch das kann keine Lösung sein. Sie werden so nur Teil des kriminellen Milieus", prognostiziert Kuhr. - Banjo